Hautkrebsvorsorge nach Lungentransplantation

 

April 2010

 

Da ich Erfahrung gemacht habe, das viele einige Transplantierte sich oft nicht bewußt sind, das Hautkrebs auch nach Organtransplantation ein Rolle spielen kann, möchte ich einige Information dazu bereit stellen.

 

Vor ca. 4 Wochen habe ich selbst einen Schreck für Leben bekommen, da ich ein schwarzes Muttermal entdeckt habe, was mir sehr große Sorgen bereitet hat.

Glücklicherweise beruhigte mich meine Hautärztin und auch der Befund aus der Histologie beruhigte mich, kein Hautkrebs!

Insgesamt wurden mir seit der Lungentransplantation 6 verdächtige Hautveränderungen rausgeschnitten und speziell auf Hautkrebs untersucht.

Alle waren glückerweise negativ.

 

Durch die Immunsuppression, die wir ja täglich einnehmen, haben wir ein besonders erhöhtes Hautkrebsrisiko speziell für das Plattenepithelkarzinom.

Das Risiko zu erkranken liegt 65 mal höher als bei Nicht- transplantierten Patienten.

 

Das Plattenepithelkarzinom ist der zweithäufigste bösartige Hauttumor.

Das Plattenepithelkarzinom der Haut ist das Beispiel für einen durch Sonnenlicht ausgelösten Tumor. Hierbei spielt offensichtlich die kumulative Sonnenexposition („UV-Lebenszeitkonto“) eine entscheidende Rolle.

 

Dazu hier mehr Informationen

 

Der weiße Hautkrebs auch Basaliom genannt, kommt bei Organtransplantierten 10x häufiger vor als bei Nicht-transplantierten.

Sie sind der häufigste Tumor der Haut und kommen etwa zehnmal häufiger als Plattenepithelkarzinome der Haut vor. Insbesondere die UV - A Strahlung wird dafür verantwortlich gemacht.

 

Das Melanom, auch schwarzer Hautkrebs genannt, kommt nur 3-4 mal häufer vor als bei Nichttransplantierten Patienten.

 

Sehr wichtig ist also ein richtiger Umgang mit der Sonne!!

 

Wichtig ist es regelmäßig 1- 2 mal im Jahr , zum Hautarzt zu gehen. Der Artzt sollt den ganzen Körper ( von Kopf bis Fuß ) anschauen, um verdächtige Hautveränderungen sofort zu erkennen.

Auch sollte man selbst seine Haut immer wieder anschauen, ob sich nicht vielleicht Hautveränderung bemerkbar machen.

 

Es gibt 3 Säulen die einem Immusupprimierten Patienten nahegelegt werden.

 

1. Vermeidung

 

- Nicht unötig der Sonne sich aussetzten.

- Direkte Sonneneinstrahlung  zwischen 11.00 Uhr - 15.00 Uhr meiden

 

2. Kleidung

 

- soviel wie möglich die haut mit Kleidung abdecken z.b. lange Hosen, langärmlige Oberteile, UV Schutz Kleidung

- Sonnenbrille tragen und ein ein Hut schützt sehr gut und gibt Schatten im Gesicht

 

3. Sonnenschutzcreme

 

- vorallem ungeschütze haut wie Gesicht, Nacken, Ohren, Hände schützen

- nach dem Schwimmen erneut mit Sonnencreme eincremen!

 

Uns Transplantierten wird empfohlen jeden Tag bevor wir das Haus verlassen uns mit Sonnencreme einzucremen.

Viele werden jetzt denken, oh nein aller 2-3 Stunden eincremen wie es auf vielen Sonnencremes draufsteht.

Aber ich kann Euch gern einen Tipp geben!

 

Meine Hautärztin hat mir einen Sonnencreme empfohlen, die speziell für Immunsuppremierte Patienten entwickelt worden ist.

Die Creme hat den Vorteil, wenn morgens aufgetragen, schütz sich den ganzen Tag. Nachcremen sollte man trotzdem wenn mal lange sich im Wasser aufgehalten hat und sehr stark schwitzt!

 

Diese Creme heißt Daylong actinica. 100ml kosten ca 18- 20 Euro.

Diese Creme hat einen LSF 50+ und ist sehr wasserfest, auch gut für fettige Haut geeigent!

 

 

Mehr Information bekommt Ihr hier

 

und hier

 

Zum Schluss möchte ich betonen, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist, wie er mit verschiedenen Ratschlägen umgeht!

 

 

 

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