Sonnenschutzcreme "Daylog actinica" - Rechtstreit vor dem Sozialgericht

Aufgrund der hohen Immunsuppressiva, habe ich als Lungentransplantierter, eine sehr viel höhere Wahrscheinlichkeit, mal an vor allem hellem Hautkrebs zu erkranken.

Bis zu 100mal höher liegt die Wahrscheinlichkeit.

Deshalb ist sehr konsequenter täglicher Lichtschutz auf der meiner Haut erforderlich.

 

Meine Hautärztin hat mir vor einigen Jahren die Sonnenschutzcreme Daylong actinica von der Firma Spirig vorgestellt. Dieses Medizinprodukt der Klasse 1, hat laut einer 2 jährigen Studie in der Berliner Charité unter der Leitung von Dermatologen  Dr. Class Ulrich gezeigt, das Daylong actinica bei täglicher Anwendung, sehr gut u.a. vor hellem Hautkrebs schützt.

Diese spezielle Sonnenschutzcreme dient vor allem als Prävention von verschiedenen Formen des hellen Hautkrebs ( Immunsupprimierte) und von Lichtdermatosen.

Daylong actinica besitzt einen sehr hohen UV - Schutz und ist sehr Wasser, - abriebfest. Daylong actinica besitzt zusätzlich feuchtigkeitsspende Eigenschaft und es wird Duftstoffe und herkömmliche PEG- Emulgatoren verzichtet.

 

Eine Tube Daylong actinica  hat eine Preisspanne von 18 - 23 Euro je 100ml.

 

Meine Hautärztin musste mir immer wieder verdächtige Stellen am Körper entfernen. Meine Beobachtung zeigte, seitdem ich Daylong actinica benutze, dass es nicht mehr notwendig ist, verdächtige Stellen entfernen zu lassen.

 

Im September 2010 beantragte ich darauf die Kostenübernahme von Daylong actinica bei meiner Krankenkasse. Der Antrag wurde abgelehnt. Ich legte Widerspruch ein und auch dieser wurde abgelehnt.

 

Da Daylong actinica nur ein Medizinprodukt der Klasse 1 ist und ist nicht in der Anlage V der Arzneimittel - Richtlinie gelistet, fällt somit eine Kostenübernahme aus.

 

Als nächsten Schritt wählte ich den Gang zum Sozialgericht in Dresden. Mir war bewusst dass es nicht einfach werden würde und ich sicher scheitern würde, aber ich wollte es trotzdem probieren.

Ich schaltete ich meine Rechtsschutzversicherung ein und hole mir Rat bei der Kanzlei Kucklick Wilhelm Börger Wolf & Söllner aus Dresden.

Rechtsanwalt Herr Herberg übernahm nun den Fall persönlich.

 

Am 11. April 2012 war es dann nun endlich soweit, eine mündliche Verhandlung stand an.

Es wurde viel diskutiert und ich erläuterte dem Gericht die Notwendigkeit des täglichen Sonnenschutzes.

 

Derzeit ist nach den gesetzlichen Vorgaben eine Verordnung des Sonnenschutzmittels Daylong actinica zu Lasten der GKV ausgeschlossen. Es fehlt eine entsprechende Feststellung des gemeinsamen Bundesausschusses. Mit dem Gericht wurde dann aber gemeinsam erörtert, ob die Grundsätze des Beschlusses des Verfassungsgerichtes von 6.12.2005 auf meinen Fall nicht angewandt werden können. Es ist festzustellen, dass eine mögliche lebensbedrohliche Erkrankung angenommen werden kann, aufgrund einer Verordnung von Medizinprodukten außerhalb des zugelassenen Anwendungsbereiches möglich ist.

 

Diese Rechtsfrage wurde sehr diskutiert!

 

Zum Schluss konnte ein Vergleich erzielt werden:

 

1. Die Beklagte verpflichtet sich, sich an den zukünftigen Kosten für die Verwendung des Medizinproduktes  Daylong actinica in Höhe von 50% zu beteiligen, soweit die Kosten nachgewiesen werden.

 

2. Die Beklagte trägt die außergerichtlichen Kosten des Klägers zu Hälfte.

 

3. Die Beteiligten erklären damit übereinstimmend den Rechtsstreit in vollem Umfang für erledigt.

 

 

Ich bin sehr glücklich über diese Entscheidung. Es hat sich gelohnt, den Schritt vor das Sozialgericht zu gehen. Ich möchte anderen Patienten Mut machen, auch dieses Schritt zu gehen. 

 

 

 

Ich möchte anmerken, dass diese Gerichtliche Einigung nur für mich persönlich zutrifft!

 

 

 

 

Daylong Actinica

 

Oktober 2012

 

 

Ich möchte hier zusammenfassend Information aufzählen die sehr wichtig sind.

 

In den letzten Monaten hatte ich immer Kontakt zu der Firma Spirig herstellt. Die Firma Spirig stellt das einzigste Medizinprodukt in dieser Klasse her, was es auf dem deutschen Markt erhältlich ist.

Durch Studien in der Berliner Charite wie schon auf meinen Blog beschrieben, konnte Daylong actinica nachweislich vor bestimmten Hautkrebs schützen.

Da täglich Menschen zu meinem Blog finden und das Thema auch gegoggelt wird, möchte ich hier noch einige Information Euch zukommen lassen.

 

Zuerst einmal möchte ich aber selbst nochmal betonen, dass ein täglicher Sonnenschutz nicht nur durch z.b. durch Daylong actinica für Risikopatienten wie wir es sind empfohlen wird, sondern wir uns auch mit entsprechender Kleindung vor der gefährlichen UV Strahlung täglich schützen können und auch sollten.

Da ich nun seit längerer Zeit Daylong actinica nutze, kann ich sagen dass ich sehr gute Erfahrung damit gemacht habe.

 

Wichtig ist auch, dass aufgrund der sehr guten Wasserfestigkeit nicht der Eindruck entsteht, dass man nicht nach cremen muss. Nach längeren Aufenthalt im Wasser sollte auch diese Creme unbedingt erneut aufgetragen werden. Dies zählt auch für starkes Schwitzen!!

 

Mich hat vorallem die Wasserfestigkeit interessiert und ich habe dazu hier eine Antwort freulicherweise von der Firma Spirig für Euch zur Verfügung gestellt bekommen, wo ich mich auch bedanken möchte, dass dies gestattet wurde!

 

Die Wasserresistenz-Testung wird nach einer offiziellen Methode geprüft. Für die Durchführung dieser Testung wird ein Whirlpool (Spa-Pool) benötigt, in dem eine unregelmäßige Strömung nachgeahmt werden soll.

Ein Produkt wird dann als "wasserresistent" bezeichnet, wenn nach 2 x 20 Minuten Wasserkontakt immer noch mindestens 50% des vor Wasserkontakt gemessenen Lichtschutzfaktors vorhanden ist. Bei der Auslobung "extra wasserresistent" ist dies nach 4 x 20 Minuten Wasserkontakt noch gegeben.

Die Wasserresistenz-Testung belegt für Daylong actinica z.B. die Aussage "extra wasserresistent". Dennoch sollte nach längerem Baden Daylong actinica erneut aufgetragen werden, denn geringere Mengen reduzieren den Schutz.

Wichtig ist gerade bei medizinischen Lichtschutzmitteln eine ausreichende Dosierung. Aus Studien und Kundenrückmeldungen weiß man, dass viele Anwender nur 1/3 bis 1/2 der benötigten Menge Sonnen- oder Lichtschutzmittel von 2 mg/cm² auftragen. Ein durchschnittlich großer Erwachsener benötigt also 35 ml für eine Ganz-Körper-Anwendung. Ein Dispenser-System, wie es z.B. mit Daylong actinica Dispenser gibt, ist durch die Angabe von entsprechend benötigten Hüben hilfreich, um die richtige Menge aufzutragen.

 

Weiter Informationen könnte Ihr auf der Seite von der Firma Spirig finden.

 

 

Daylong actinca hat sich umbenannt in Actinca

 

 

 

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